Ein Passivhaus ist in der Anschaffung sicher teurer als ein herkömmlich gebautes Haus.

Hauptsächlich fallen Mehrkosten in den Bereichen Wärmedämmung, Lüftungstechnik und Fenster an. Diese Kosten werden aber durch den reduzierten Energiebedarf mehr als ausgeglichen.

 

Ein kleines Rechenbeispiel:

 

Vergleichsobjekt 1 Anforderung nach EnEV (Energieeinsparverordnung) 2009: Wohnhaus ca. 135m² Wohnfläche, Gas- Brennwert- Therme mit Solaranlage (üblicherweise als Niedrigenergiehaus angeboten, nicht förderfähig durch KfW)

 

Vergleichsobjekt 2: Wohnhaus ca. 135m² Wohnfläche, Gas- Brennwert- Therme mit Solaranlage, Komfort- Wohnraum- Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Erdwärmetauscher.

(Passivhaus bzw. Effizienzhaus 40 förderfähig durch KfW)

 

 Angenommene jährliche Energiekostensteigerung 9% (Wert der Jahre 2000-2010)

 

Jahr

Jährliche Heiz-
kosten Standart
(€)



Jährliche Heizkosten
Passivhaus
(€)
   
1

    1.465,00€

     510,00€    
2

    1.596,85€ 

     555,90€    

    1.740,57€ 

     605,93€    
4

    1.897,22€ 

     660,46€    
5

    2.067,97€

     719,91€    
6

    2.254,08€

     784,70€    

7

    2.456,95€

     855,32€    
8

    2.678,08€ 

     932,30€

 

 

     2.919,10€

  1.016,21€    
10

     3.181,82€

  1.107,67€    
11

     3.468,19€ 

  1.207,36€    
12

     3.780,32€ 

  1.316,02€    
13

     4.120,55€ 

  1.434,46€    
14

     4.491,40€ 

  1.563,56€    
15

     4.895,63€ 

  1.704,28€

 

 

16

     5.336,24€ 

  1.857,67€    
17

     5.816,50€ 

  2.024,86€    
18

     6.339,98€ 

  2.207,09€    
19

     6.910,58€ 

  2.405,73€    
20 

     7.532,53€ 

  2.622,25€    
21

     8.210,46€ 

  2.858,25€    
22

     8.949,40€ 

  3.115,49€    
23

     9.754,85€ 

  3.395,89€    
24

   10.632,79€ 

  3.701,52€    
25

   11.589,74€

  4.034,65€    
Summe

124.086,81€ 

43.197,46    
 

 

     
 

 

     
 

 

     
 

 

     
 

 

     
   

 

   
 

Gerade die längefristge Betrachtung macht deutlich, daß ein Passivhaus durchaus wirtschaftlicher ist.

 

Hinzu kommt, daß nach unserer Erfahrung Objekte zwar als Niedrigenergiehäuser verkauft, die Voraussetzungen der EnEV aber nicht erfüllt werden. Häuser die nach KfW förderfähig sind unterliegen einer stichprobenhaften Überprüfung der jeweiligen Anforderungen, so daß die Einhaltung der Verbrauchswerte gegebenenfalls gesichert ist. Bei nicht förderfähigen Objekten ist die Einhaltung nicht sicher gewährleistet, da keine Überprüfung erfolgt.

 

Auch erwähnenswert ist der niedriger anzusetzende Wertverlust eines Passivhauses, da diese Bauweise sich sicher in wenigen Jahren durch Verschärfung der Anforderungen des Gesetzgebers im Bereich Energieeffizienz zum Standart entwickeln wird. Dies bedeutet für Bauten nach derzeitiger Mindestanforderung, daß das Gebäude recht bald als "technisch überholt" gilt, was zu einem Wertverlust führen kann.

 

Der Einbau einer Pelletheizung reduziert diese Heizkosten nochmals erheblich. Dies lässt sich gerade im Passivhaus  durch die Möglichkeit der Verwendung einer sehr kleinen Heizungsanlage besonders leicht realisieren.

 

Durch den Einsatz einer Photovoltaikanlage wird das Passivhaus mit geringem Aufwand zum Plusenergiehaus.